Der "Anschlag in Halle" war ein antisemitisch motivierter Angriff auf die hallesche Synagoge am 9. Oktober 2019. Der aus dem Mansfelder Land stammende Täter scheiterte mit seinem Versuch, Dutzende Menschen, die sich zu Jom Kippur zusammengefunden hatten, zu ermorden. Er erschoss allerdings eine Frau, die sich über die Explosionen und Schüsse wunderte, und fuhr dann zu einem Dönerimbiss in der Ludwig-Wucherer-Straße, wo er einen Gast tötete und um sich schoss. Er floh vor der Polizei ins nahe Wiedersdorf bei Landsberg und verletzte dort weitere Menschen, um ein neues Fluchtauto zu kapern, bevor er bei Werschen (Burgenlandkreis) festgenommen werden konnte.
Anlässlich des ersten Jahrestages wurden zwei Tafeln an den beiden halleschen Anschlagsorten enthüllt. Kurz vor dem fünften Jahrestag wurde die Gedenktafel in der Ludwig-Wucherer-Straße mit einem Hakenkreuz beschmiert.