Das Planetarium in Kanena war das erste Schulplanetarium der DDR und gilt als vorbildhaft für 15 weitere Planetarien, darunter die in Dessau und Bremen. Es wurde im Jahr 1963 im Rahmen des Nationalen Aufbauprogramms errichtet. Neben Karl Kockel (1926-2015), der die Astronomische Station Johannes Kepler initiierte, war Bauingenieur Emmerich Bauer am Entwurf beteiligt. Im Inneren besteht die Möglichkeit, zirka 5.000 Sterne zu projizieren. Der Kuppeldurchmesser beträgt acht Meter und es gibt 60 Sitzplätze. Nach dem Planetarium wurde auch eine Straße ("Zum Planetarium") benannt. Das Kleinplanetarium besitzt noch seine vollständige ursprüngliche Ausstattung (unter anderem ein Zeiss Kleinprojektor ZKP1 Baujahr 1962). Neben dem Planetarium entstanden zwei Sternwarten in Kanena, von denen eine noch in Betrieb ist. Geöffnet wird es nur zu bestimmten Anlässen. Neben dem Gebäude steht das Ernst-Thälmann-Denkmal.