Hermann Gottlob Fiebiger (* 01.04.1815 Halle, † 26.10.1882 ebenda) war ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker, welcher sich sehr für das Gemeinwohl interessierte. Ab 1834 studierte Fiebiger Rechtswissenschaften an der halleschen Friedrichs-Universität und in Berlin, anschließend ließ er sich in der Saalestadt nieder und eröffnete eine Kanzlei.
Am 01.02.1856 wurde er Mitglied der Freimaurerloge "Zu den drei Degen", vier Jahre später wurde er Meister. Außerdem saß er als liberaler Abgeordneter für Halle und den Saalkreis im preußischen Abgeordnetenhaus (Landtag) in Berlin. Am 19.10.1863 war er einer der Gründungsmitglieder des Hallischen Verschoenerungsvereins, dessen Vorsitz er von 1865 bis zu seinem Tode inne hatte.
Eines der Ziele Fiebigers soll es gewesen sein, "das ganze Saaletal bis nach Trotha in Wald und Parkland zu verwandeln". Sein Denkmal wurde vom halleschen Steinmetz Emil Schober geschaffen und trägt die Inschrift:
Dem Andenken FIEBIGERS die Bürgerschaft 1885
Ursprünglich bestand die Denkmalanlage aus einem künstlichen Hügel, auf den eine Freitreppe mit zehn Stufen hinauf führte. Oben angekommen befanden sich vier Pfeiler, zwischen denen sich ein kunstvolles Gitter befand, das von Rudolf Speck geschaffen wurde. Später war die Anlage wiederholt durch Vandalismus, Hochwasser und andere Ereignisse betroffen, so dass heute nur noch der Obelisk samt Postament und Sockel besteht, der einst den Hügel bekrönte. Zum Zeitpunkt einiger der Fotoaufnahmen (September 2013) war das Denkmal beschädigt; vermutlich hatte ein herabstürzender Ast den Obelisk von dessen Sockel getrennt.
Im Jahr 1884 entstand bereits ein Fiebiger-Denkmal oberhalb vom Amselgrund.